Über Dagoberts Lebensgeschichte ist sehr viel geschrieben und gezeichnet worden, und in Folge dessen auch viel Widersprüchliches. Carl Barks erfand als erster zu seiner Figur auch Informationen zu deren Leben. Aus diesen "Fakten" entwickelte später Don Rosa seine eigene Saga "Sein Leben seine Milliarden". Aber auch Italien und andere Länder haben ihre eigenen Versionen und Vorstellungen eingebracht, wobei sich einige Behauptungen fast überall als "Fakten" durchgesetzt haben. In vielen Fällen basieren diese auf Aussagen in Barks Geschichten, die nur leicht variiert werden.

Nach der Biographie "Sein Leben, seine Milliarden", dem gezeichneten Meisterwerk von Don Rosa fing Dagobert Ducks Geschichte so an:

Die ganze Geschichte begann im schottischen Hochland, wo der Ende des 19. Jahrhunderts der völlig verarmte Clan der Ducks einst seinen Stammsitz auf Schloß Duckenburgh hatte.

Mit einem Schuhputzkasten, den er von seinem Vater geschenkt bekommen hat, verdient sich der kleine Dagobert sein erstes Geld.


Leider ist seine allererste Geldmünze, ein ausländischer Zehner. Daraus lernt Dagobert die erste wichtige Lektion seines Lebens: Dass das Leben hart und voller Betrüger ist, und dass er fortan härter als die Härtesten und schlauer als die Schlauesten sein und es ganz nach oben schaffen wird.






Doch mit Schuhe putzen kann selbst Dagobert kein Vermögen verdienen, so daß er sich entschließt, seine Familie zu verlassen und nach Amerika auszuwandern, da sein erster selbstverdienter Zehner eine amerikanische Münze war und es Onkel Diethelm Jahre zuvor auch schon getan hat.





So heuert Dagobert auf einem Viehdampfer an und komm schließlich in Amerika, Louisville, Kentucky an, wo er seinen Onkel Diethelm, einen Mississippi-Dampfer-Kapitän trifft, bei welchem er arbeitet.



Als Onkel Diethelm sich zur Ruhe setzt, übernimmt Dagobert seinen Flußdampfer, doch die Zeiten der Flußschiffahrt sind vorbei. Auch hier kann Dagobert leider kein Geld machen.



So verdient Dagobert sich bei einer Eisenbahngesellschaft, bis er sich eine Fahrkarte in den Westen leisten kann etwas Geld.

Dort beeindruckt er einen schottischen Rinderbaron mit seinen Reitkünsten, so daß dieser ihn anstellt. Dagobert ist also ein richtiger Cowboy und bringt es sogar bis zum Verwalter des Viehzüchters McMurdoc.

Aber auch hier ist Dagobert zu spät gekommen, wenig später beenden Farmer und ihre Stacheldrähte die Zeit der "Cattle Kings".

Dagobert beginnt nach Bodenschätzen zu graben, findet aber nur Kupfer.

Diesmal hat er aber Glück: Die beginnende Elektrifizierung eines ganzen Kontinents läßt den Kupferpreis wegen der drigend benötigten Kabel rasant ansteigen. Zudem bekommt er wegen eines seltsamen amerikanische Gesetz die Rechte an einer großen Kupfermine zugesprochen.

Doch ausgerechnet in diesem Moment ruft ihn ein Telegramm wegen dringender Familienprobleme nach Schottland zurück. So verkauft Dagobert die Mine notgedrungen und begibt sic auf die Heimreise.

In Schottland muß er die Grundsteuer für mehrer Jahre für Schloß Duckenburgh nachzahlen, damit sie der Clan nicht verliert. So ist er wieder mittellos wie er damals seine Heimat verlassen hat.

Doch er gibt nicht auf und reist wieder in die Welt hinaus, wo er in Afrika und Australien viele Abenteur erlebt, aber nie den Durchbruch schafft.


Wegen einer Vison begibt Dagobert sich schließlich nach Nordamerika. Dort kommt er grade an, als der große Goldrausch ausbricht.

Er wagt sich in eine Gegend, die nie zuvor jemand betreten hat und steckt sich am White Agony Creek einen Claim ab.

Er findet auch tatsächlich Gold, und eines Tages hält er das legendäre Straußenei-Nugget in seinen Händen!


Dank harter Arbeit macht Dagobert mit seinem reichen Claim bald ein Vermögen und kauft schließlich die Bank von Whitehorse.


Als reicher Mann kehrt Dagobert nach Schottland zurück.

Doch dort wird er von den Einwohnern nicht grade freundlich empfangen, die über die Rückkehr des "Snobs" verärgert sind, hat er sich doch all die Jahre nicht um seine Heimat gekümmert.

So faßt Dagobert den Entschluß, seine Familie mit nach Amerika zu nehmen, wo er an der Westküste ein Stück Land mit einem alten Fort namens Entenhausen besitzt.

Sein Vater will aber in der Heimat bleiben, Dagobert bricht bald darauf mit seinen beiden Schwestern nach Entenhausen auf.

Dort muß er aber erst um sein Land kämpfen, auf welchem sich eine zwielichte Gruppe namens "Fieselschweiflinge" aufhält, die zudem noch unerwartet starke Unterstützung erhält. Denn die amerikanische Regierung will ihn angreifen, da das Fähnlein Fieselschweif den Präsidenten vor Dagobert Duck warnte.



Da das Fort beim Kampf stark gelitten hat, baut Dagobert an seiner Stelle seinen berühmten Geldspeicher. Noch ist zwar nicht einmal der Boden mit Geld bedeckt, doch Dagobert zieht erneut in die Welt hinaus, um sein Vermögen zu vergrößern.


Dabei kommt er auf der ganzen Welt herum, so nach Asien, zum Norpol, nach Europa und Afrika. Dort spielt sich auch das dunkelste Kapitel seines Lebens ab, er begeht eine Tat, die ihn und besonders Donald noch ihn Schwierigkeiten bringen soll...

Als er nach Jahren des Reisens endlich wieder nach Entehausen zurückkehrt hat er sein Ziel endlich erreicht:
Er ist der reichste Mann der Welt!


Ende der dreißiger Jahre zieht er sich überraschend aus dem Geschäftsleben zurück und bezieht eine alte Villa (Duck Manor im Original), wo er langsam vermodert.

Erst sein Neffe Donald mit dessen Großneffen Tick, Trick und Track reißen ihn schließlich aus der Passivität und machen ihn zu der Ente wie wir überall kennen und schätzen gelernt haben.

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